Michael Pelzel

Michael Pelzel wurde 1978 in Rapperswil (Schweiz) geboren. Nach der Matura an der Kantonsschule Wattwil folgte von 1998 bis 2009 eine Berufsausbildung an den Musikhochschulen von Luzern, Basel, Stuttgart, Berlin und Karlsruhe. Er studierte unter anderem Klavier bei Ivan Klánsky, Orgel bei Jakob Wittwer, Martin Sander, Ludger Lohmann und Guy Bovet und Komposition bei Dieter Ammann, Detlev Müller-Siemens, Georg-Friedrich Haas, Hanspeter Kyburz und Wolfgang Rihm sowie Musiktheorie bei Roland Moser und Balz Trümpy. Michael Pelzel ist als freischaffender Komponist und Organist sowie als Organist der reformierten Kirchgemeinde Stäfa am Zürichsee tätig. Er unterrichtet zudem sporadisch an Musikhochschulen als Vertreter im Bereich Musiktheorie und hielt Workshops für Komposition an den südafrikanischen Universitäten in Johannesburg (University of the Witwatersrand), Stellenbosch-, Potchefstroom- und Pretoria.

Er besuchte verschiedene Kompositionsmeisterkurse unter anderem bei Tristan Murail, Beat Furrer, Michaël Jarrell, Klaus Huber, Brian Ferneyhough, György Kurtàg und Helmut Lachenmann. Überdies besuchte er die Sommerferienkurse von Darmstadt 2004-2010, Acanthes, Metz und Royaumont, Paris und war Mitglied der Akademie Musiktheater heute, Frankfurt am Main.

Als Organist war Pelzel unter anderem zu Gast in der Swiss Church, London und in den Kathedralen von San Francisco, Los Angeles, Sydney und Cape Town sowie dem Orgelfestival von Magadino. Seine Kompositionen werden beispielsweise interpretiert von Klangkörpern wie: dem Collegium Novum Zürich, Zürich; ensemble zora, Aarau; ENSEMBLE PHOENIX, Basel; ensemble alea III, Boston; ensemble recherche, Freiburg im Breisgau; ensemble mosaik, Berlin; klangforum wien; quatuor diotima, Paris; Arditti Quartet, London; ensemble intercontemporain, Paris; Team Chor, Jona;SWR Vokalensemble; Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks; Basler Symphonieorchester. Seine Werke erklingen an Festivals wie Ensemblia, Mönchengladbach; Mouvements, Saarbrücken; musica viva, München; Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik; Donaueschinger Musiktage; IGNM-Basel; IGNM Bern; Wien Modern; Klangspuren, Schwaz Tirol; Archipel, Genève; Tremplin, Paris; Lucerne Festival; Tel Aviv Museum, Tel Aviv; Art on Main, Johannesburg. Es entstanden diverse Radio- und Fernsehaufnahmen und Produktionen. Er erhielt mehrere Preise und Auszeichnungen, unter anderem:

  • 2003 Preisträger beim Kompositionswettbewerb Neue Musik mit historischen Instrumenten der Ensemblia Mönchengladbach
  • 2004 Förderpreis der Marianne und Curt Dienemann-Stiftung, Luzern
  • 2005 Preisträger beim Kompositionswettbewerb der Musica Viva, München
  • 2005 Preisträger beim Kompositionswettbewerb der Stiftung Christoph Delz, Basel
  • 2006 Studienpreis der Kiefer-Hablitzel-Stiftung, Bern
  • 2006 Werkjahr des Kulturdepartementes des Kantons St. Gallen
  • 2007 Studienpreis der Kiefer-Hablitzel-Stiftung, Bern
  • 2007 Preisträger beim Kompositionswettbewerb Jurgenson Competition, Moskau
  • 2007 Preisträger beim Kompositionswettbewerb Edison Denisov, Tomsk
  • 2009 Preisträger beim Kompositionswettbewerb Music Today, Seoul
  • 2009 Kulturpreis der Stadt Rapperswil-Jona
  • 2010 Stipendium der pro helvetia-Kulturstiftung der Schweiz für einen dreimonatigen künstlerischen Aufenthalt in Südafrika
  • 2010 Preisträger des Marguerite Staehelin Förderpreises, zweiwöchiger Aufenthalt in der Casa Pantrovà, Carona TI
  • 2010 Elsa-Neumann-Stipendium des Landes Berlin, UdK
  • 2011 Busoni-Kompositionspreis
  • 2011 Auswahl für eine Portrait-CD im Rahmen der Edition des Deutschen Musikrates in Zusammenarbeit mit dem deutschen Label WERGO
  • 2012 Preisträger des Johann-Joseph-Fux-Opernkompositionswettbewerbes der Kunstuniversität Graz
  • 2012 Preisträger des Hans-Balmer-Preises für künstlerisches Orgelspiel (Basel)
  • 2012 Aufenthaltsstipendium Künstlerhaus Casa Pantrova (Carona, Tessin)
  • 2012 Aufenthaltsstipendium Visby International Centre for Composers (VICC)
  • 2012 Preisträger des UBS Förderpreises
  • 2012 Werkjahr der Stadt Zürich
  • 2013 Aufenthaltsstipendium Visby International Centre for Composers (VICC)
  • 2014 Aufenthaltsstipendium berliner künstlerprogramm daad
  • 2014 Werkbeitrag des Kulturdepartementes des Kantons St. Gallen


Die Kompositionen und Kompositionsaufträge wurden gefördert von der STEO Stiftung, Küsnacht, der Stiftung NICATI DE LUZE, Lausanne, der Schweizer Kulturstiftung pro helvetia (mehrfach).