Schläfrige Städte
Entstanden 2023, ist Michael Pelzels (*1978) Die schläfrigen Städte als Reflexion und Verarbeitung des Kriegsgeschehens und gleichzeitig stiller Protest dagegen zu verstehen. Das Performance Piece für Sopran und Violine oder, so die Alternative des Komponisten, „für geigespielenden Sopran“ auf einen Text des unbekannten ukrainischen Poeten ist speziell für Christina Daletska komponiert und der Sängerin, die ihre musikalische Laufbahn als Geigerin begann und sich bei ihrer vokalen Performance daher selbst auf der Violine begleiten kann, sozusagen auf den Leib geschrieben.
Die Sopranstimme wird von verschiedensten Klopf- und pizzicato-Klängen der Violine grundiert. Die Stimme bietet keinen Gesang im herkömmlichen Sinne, sondern drückt das meiste durch nuanciertes Sprechen aus, zudem wird die Mimik der Darstellerin extensiv mit einbezogen. Langsam groovt sich der Text auf die Worte „we“ „will“ „we“ „will“ „we“ „will“ ein, bis sich ein zusammenhängender Satz daraus ergibt: „We will learn the names of many cities sleepy towns, that wish no one knew them“. Die deklamatorische Aussage „the war goes on“ geht in die Endlosschleife. Durch seine disparate Struktur und ängstlich-unruhige Atmosphäre setzt das Stück die Kriegswirren in aufrüttelnder Weise in Töne.
[Quelle: Programmheft NAXOS Hallenkonzerte – Angels for the Living, Text: Johannes Liebig, https://naxoshallenkonzerte.de/angels-for-the-living/]
Schläfrige Städte
Entstanden 2023, ist Michael Pelzels (*1978) Die schläfrigen Städte als Reflexion und Verarbeitung des Kriegsgeschehens und gleichzeitig stiller Protest dagegen zu verstehen. Das Performance Piece für Sopran und Violine oder, so die Alternative des Komponisten, „für geigespielenden Sopran“ auf einen Text des unbekannten ukrainischen Poeten ist speziell für Christina Daletska komponiert und der Sängerin, die ihre musikalische Laufbahn als Geigerin begann und sich bei ihrer vokalen Performance daher selbst auf der Violine begleiten kann, sozusagen auf den Leib geschrieben.
Die Sopranstimme wird von verschiedensten Klopf- und pizzicato-Klängen der Violine grundiert. Die Stimme bietet keinen Gesang im herkömmlichen Sinne, sondern drückt das meiste durch nuanciertes Sprechen aus, zudem wird die Mimik der Darstellerin extensiv mit einbezogen. Langsam groovt sich der Text auf die Worte „we“ „will“ „we“ „will“ „we“ „will“ ein, bis sich ein zusammenhängender Satz daraus ergibt: „We will learn the names of many cities sleepy towns, that wish no one knew them“. Die deklamatorische Aussage „the war goes on“ geht in die Endlosschleife. Durch seine disparate Struktur und ängstlich-unruhige Atmosphäre setzt das Stück die Kriegswirren in aufrüttelnder Weise in Töne.
[Quelle: Programmheft NAXOS Hallenkonzerte – Angels for the Living, Text: Johannes Liebig, https://naxoshallenkonzerte.de/angels-for-the-living/]
